Die gesundheitlichen Vorteile (und Risiken) des “Eisschwimmens”

Um einen Eindruck davon zu bekommen, wie wunderschön Eisschwimmen sein kann, schauen Sie sich das untenstehende Video von Jamie Monahan beim Schwimmen in der Antarktis an. Jamie ist eine siebenfache US-Meisterin im Winterschwimmen und die erste Gewinnerin des Weltcups der International Winter Swimming Association. Sie ist auch die erste Person die die Ice Sevens Challenge der International Ice Swimming Association absolviert hat. Um diese Herausforderung erfolgreich abzuschließen, müssen die Athleten sechs “Eis-Meilen” mit Wassertemperaturen unter 5°C und eine “Eis-Null-Meile” mit Wassertemperaturen unter 1°C schwimmen. 🙀!

Was ist Eisschwimmen?

Eisschwimmen bezieht sich auf das Schwimmen im Freien und in sehr kaltem Wasser mit Wassertemperaturen unter 5°C. Winterschwimmen und Eisschwimmen werden oft synonym verwendet, obwohl Eisschwimmen explizit voraussetzt, dass das Eis bricht, wenn Schwimmer in das Wasser eintauchen.

Das Kaltwasserschwimmen war Teil vieler religiöser und kultureller Feste in Nord- und Osteuropa – vor allem in Finnland, Russland und den baltischen Staaten. In den letzten Jahren ist der Sport jedoch immer beliebter geworden und ist mittlerweile ein Ganzjahressport. Die Hauptsaison des Winter- und Eisschwimmens beginnt in der Regel im November und dauert bis zum März eines jeden Jahres. Es gibt sogar viele Winter- und Eisschwimmwettkämpfe, die von den beiden größeren Veranstaltern – der International Ice Swimming Association und der International Winter Swimming Association – organisiert werden.

Die gesundheitlichen Vorteile des Eisschwimmens

Ein Bad im kalten Wasser bringt zahlreiche Vorteile für die Gesundheit mit sich:

  • Verbesserte Stimmung – Jede Art von Sport hilft die körpereigene Produktion von Wohlfühl-Endorphinen anzuregen, aber das kalte Wasser treibt diesen Prozess extrem an;
  • Sie werden besser schlafen – Durch das regelmäßiges Eintauchen in kaltes Wasser baut der Körper die Fähigkeit auf, sich selbst zu reparieren und führt zudem zu einem Gefühl der Entspannung, das Ihnen wiederum dabei hilft, besser zu schlafen;
  • Gestärktes Immunsystem & verbesserte Durchblutung – Die durch das kalte Wasser verursachte Temperaturveränderung bringt Ihr Herz dazu, mehr Blut zu den Organen zu pumpen. Das kalte Wasser kann auch das Immunsystem ankurbeln, was z. B. zu einer höheren Produktion von weißen Blutkörperchen führt.

Aber das Schwimmen in kaltem oder eiskaltem Wasser kann auch gefährlich oder sogar tödlich sein, gerade für Anfänger.

Die Risiken des Eisschwimmens

Das Schwimmen in kaltem Wasser birgt einige sehr spezifische Gesundheitsrisiken. Dr. Jonathan D. Packer, Assistenzprofessor für Orthopädie an der University of Maryland School of Medicine, sagt: “Anfangs hat man diesen Schock und man atmet ein paar Mal tief durch. Es ist wichtig, zu diesem Zeitpunkt nicht in Panik zu geraten, denn man kann versehentlich Wasser einatmen. Das kann gefährlich sein und man kann daran ertrinken. Die häufigste Todesursache beim Aufenthalt in kaltem Wasser sind Herzstillstände aufgrund solcher Kälteschockreaktionen”.

Hier sind einige der wichtigsten Gesundheitsrisiken:

  • Unterkühlung – Unterkühlung steht für einen gefährlichen Abfall der Körpertemperatur auf unter 35 °C und ist ein medizinischer Notfall. Schwimmer sollten beim Aufwärmen besonders vorsichtig sein, da warmes Blut aus dem Körperkern sehr schnell abkühlt, wenn es in die Extremitäten des Körpers fließt. Zu den typischen Symptomen einer Unterkühlung gehören blaue Lippen, Zittern, schnelle Atmung, undeutliche Aussprache und mehr;
  • Kälteschock – Ein “Kälteschock” ist die Reaktion unseres Körpers auf einen plötzlichen Temperaturabfall, z. B. durch ein unerwartetes Eintauchen in Wasser mit einer Temperatur von etwa 15 °C oder weniger. Jede Temperatur, die darunter liegt, wird als kaltes Wasser definiert und dies beeinträchtigt unsere Körperfunktionen erheblich. Es wird davon ausgegangen, dass Kaltwasserschocks mehr Todesfälle verursachen als Unterkühlung;
  • Lähmungen – Wenn Schwimmer nach etwa 10 bis 15 Minuten im kalten Wasser zu kalt werden, erleben viele eine Steifheit der Extremitäten und können manchmal nicht mehr Schwimmen. Derartige durch die Kälte ausgelöste periodische Lähmungen führt oft zum Ertrinken.

Generell gilt: Holen Sie sich vor dem Winterschwimmen fachkundigen, ärztlichen Rat, insbesondere wenn Sie herzkrank sind oder unter Bluthochdruck oder Asthma leiden. Die britische Schwimmerin Jess Campbell warnt, dass Eisschwimmen “definitiv nichts ist, was man alleine versuchen sollte. Alle Eisschwimmer beginnen oft im Sommer mit dem Schwimmen und akklimatisieren sich allmählich”.

Die besten Locations zum Eisschwimmen

Immer noch interessiert und bereit, das Eisschwimmen auszuprobieren? Anfängern empfehlen wir, Ihre Reise zum Eisschwimmen am Strand von Nauthólsvík in Island zu beginnen. Der Strand liegt nicht weit von Reykjavik entfernt und verfügt über eine künstliche heiße Quelle, in der Sie sich nach Ihrem Eisschwimm-Erlebnis sofort wieder aufwärmen können.

Etwas ernster geht es beim Eisschwimmen in Harbin in China zu. Jedes Jahr nehmen Hunderte von Männern und Frauen an einem Eisschwimmwettbewerb teil, der Teil des jährlichen Winterfestivals in Harbin ist. In der Stadt in der nordchinesischen Provinz Heilongjiang können die Temperaturen im Winter auf bis zu -35 °C sinken und den örtlichen Fluss gefrieren lassen. Professionelle Schwimmbecken werden aus der Oberfläche des Flusses gegraben, damit Einheimische und Touristen aus aller Welt dieser beliebten Outdoor-Aktivität nachgehen können.

Und dann ist da noch Murmansk in Russland. Eisschwimmen ist in der Stadt sehr beliebt und auch hier finden jedes Jahr einige Eisschwimmwettbewerbe statt. Die einheimischen Eisschwimmer bezeichnen sich selbst sogar als “morzhi” oder Walrösser!

Hier sind einige tolle Tipps speziell für Anfänger:

Photo by Mika on Unsplash – Thank you!

Wasser im Ohr? Hier sind 7 hilfreiche Tipps!

Hatten Sie schon einmal das Gefühl, dass sich Ihre Ohren nach dem Schwimmen oder Duschen verstopft anfühlen? Das kann bedeuten, dass Sie Wasser in Ihren Ohren haben und genau dieses Wasser kann mit Bakterien kontaminiert sein. Wenn es nicht entfernt wird, kann das zu einer Infektion des äußeren Gehörgangs führen. Dieser Zustand wird oft als Otitis Externa oder Schwimmerohr bezeichnet. Zu den Symptomen gehören Ohrenschmerzen, Juckreiz und Reizungen im und um den Gehörgang sowie Rötungen und Schwellungen des Außenohrs und des Gehörgangs.

Aber dazu muss es nicht kommen denn es gibt einige einfache und effektive Hausmittel. Hier haben wir eine Liste wirksamer Behandlungen zusammengestellt, um Wasser aus dem Gehörgang zu entfernen oder, noch besser, das Problem gleich ganz zu vermeiden:

Tipp #1: Versuchen Sie es mal mit noch mehr Wasser

Diese Technik ist ebenso überraschend wie effektiv. Legen Sie sich einfach auf die Seite und füllen Sie das betroffene Ohr mit sauberem Wasser. Warten Sie dann einige Sekunden und drehen Sie sich um. Das gesamte Wasser sollte ganz leicht herausfließen.

Tipp #2: Lassen Sie sich von der Schwerkraft helfen

Dieser Ansatz ähnelt unserem ersten Tipp. Verzichten Sie jedoch darauf, Wasser in Ihr Ohr zu geben, und legen Sie sich einfach einige Minuten auf die Seite, um sicherzustellen, dass das gesamte Wasser langsam aus Ihrem Gehörgang abfließt.

Tipp #3: Ziehe an deinen Ohrläppchen

Dieser Ansatz funktioniert auf verschiedene Arten: Sie können entweder den Kopf von einer Seite zur anderen schütteln oder am Ohrläppchen ziehen, während Sie den Kopf nach unten neigen.

Tipp #4: Verwenden Sie einen Fön

Die heiße Luft aus einem Fön kann dazu beitragen, das Wasser in Ihren Ohren zu verdampfen. Stellen Sie jedoch immer sicher, den Fön auf der niedrigsten Stufe zu benutzen und – um Verletzungen zu vermeiden – halten Sie den Fön bitte auch mindestens einen Fuß von Ihrem Ohr entfernt.

Tipp #5: Probieren Sie es mit Olivenöl

Dieser Ansatz erfordert ein wenig Zeit und etwas Vorbereitung, funktioniert dafür aber sehr gut. Erwärmen Sie einfach etwas Olivenöl und lassen Sie dann eine kleine Menge in das betroffene Ohr tropfen. Legen Sie sich auf die Seite, damit das Öl seinen Job macht und stehen Sie danach auf und neigen den Kopf nach unten. Das Öl hilft nicht nur dabei das Wasser zu entfernen, sondern kann auch dazu beitragen, Infektionen zu verhindern.

Tipp #6: Versuchen Sie es doch einmal mit EarPro

EarPro ist eine effektive Lösung gegen Wasser im Ohr und die damit verbundenen Beschwerden. EarPro schützt den äußeren Gehörgang mit einem wasserabweisenden sowie antiinfektiösen Schutzmantel. So verhindert EarPro das Eindringen von Bakterien und senkt damit das Risiko für Entzündungen, Ohrinfektionen, Schwimmerohr sowie Surferohr.

Darüber hinaus enthält EarPro Oregano-Öl, dessen natürliche antimikrobielle Eigenschaften Bakterien und Pilze bekämpfen, die Ohrinfektionen verursachen können.

Hilfreiche Bewertungen unserer Kunden und Fans findet Ihr hier.

Tipp #7: Dinge, die Ihr nicht tun solltet!

Einige empfehlen, Ohrentropfen aus Wasserstoffperoxid oder einer Mischung aus Alkohol und Essig zu verwenden. Ohne Rücksprache mit einem Arzt empfehlen wir diese definitiv nicht zu verwenden.

Bitte verwenden Sie auch keine Gegenstände im Gehörgang wie Finger oder Wattestäbchen. Diese können die Situation verschlimmern, da möglicherweise noch mehr Bakterien im Ohr landen oder das Ohr sogar verletzt wird.

Bitte gehen Sie auch auf jeden Fall zu Ihrem Arzt, wenn Sie Schmerzen oder andere Symptome haben, die auf eine Infektion Ihres äußeren Gehörgangs hinweisen können.

Bei Fragen können Sie sich natürlich jederzeit an uns wenden.

______________________

Photo by Greg Rosenke on Unsplash – thanks very much!

3 Gründe warum jeder Kaltwasser-Wintersurfen ausprobieren sollte

Viele denken, dass die heißen Sommermonate die beste Zeit zum Surfen sind und viele der Orte, die wir hier bei EarPro persönlich favorisieren, bieten in der Tat im Sommer ein großartiges Surferlebnis. Warum sollte sich also jemand der Herausforderung stellen und kaltes Wasser sowie eisigen Wind gegenüber warmen Sandstränden und Sonnenschein bevorzugen?

Die meisten Leute kennen den Surffilm-Klassiker “The Endless Summer“, aber was Surfer wie ich wirklich wollen, ist genau das Gegenteil“, sagt der professionelle Big-Wave-Surfer Mark Healey. „Wir verbringen den Winter auf der Nordhalbkugel und wenn der Frühling kommt, dann konzentrieren wir uns auf die Südhalbkugel.“

Es gibt viele Gründe, warum Kaltwasser-Wintersurfen einfach großartig ist: Die Wellen im Winter sind am besten, es sind weitaus weniger Surfer aktiv und zudem es ist sogar gut für die Gesundheit.

Hier sind nun unsere drei wichtigsten Gründe, warum jeder Kaltwasser-Wintersurfen zumindest ausprobieren sollte:

Grund Nr. 1: Kaltwasser-Wintersurfen bietet bessere Wellen

An vielen Surforten der Welt werden die Wellen im Winter größer. Vergesst also die Momente, wo es entweder gar keine Wellen oder nur knöchelhohe Wellen gibt – Situationen die so viele sommerliche Surferlebnisse dominieren.

Winterwellen sind einfach zuverlässiger als Sommerwellen und weniger Nordwinde bedeuten auch, dass die Wellen zudem glatter sind. Und da es im Winter weniger Surfer gibt, habt ihr auch eine größere Auswahl an verfügbaren Wellen und dies kann euch zu besseren Surfern machen!

Grund Nr. 2: Da es weniger Surfer gibt, gehören alle Wellen dir

Könnt ihr euch einen Surfort mit großartigen Wellen vorstellen ohne dass andere Surfer in Sicht sind? Viele sind sich gar nicht bewußt, dass Surfen ein Ganzjahressport ist und daher sind im Winter nur sehr wenige Surfer aktiv. Und genau deswegen freuen sich Surfexperten sehr auf diese Jahreszeit. Da ist zum Beispiel Patrick Gudauskas, ein professioneller Surfer aus Südkalifornien. Patrick ist davon überzeugt, dass der Winter die beste Zeit zum Surfen ist: “Selbst in Kalifornien ist es dann viel kälter und die Kombination größerer Wellen und weniger Menschen im Wasser sorgt für magische Momente an der Küste“.

Grund Nr. 3: Kaltwasser-Wintersurfen ist gesund!

Wenn ihr nicht gerade den ganzen Tag auf der Piste beim Snowboarden oder Skifahren verbringt, bekommt ihr in den Wintermonaten definitiv zu wenig Sonnenlicht. Surfen im Winter hilft definitiv dabei, die dringend notwendige Dosis an Vitamin D zu bekommen. Zudem zeigen Studien, dass das kalte Wasser als milder Stressor auf den Körper wirkt, welcher das Immunsystem aktiviert und damit stärken kann. Das kalte Wasser bringt auch das Blut in Bewegung, was die Durchblutung verbessern kann. Aber damit nicht genug: Zum Trainieren sind die Winterwellen  einfach nur großartig, man verbrennt zudem mehr Kalorien und baut jede Menge Muskelkraft auf!

Denkt bitte jedoch immer daran, dass das Surfen im Winter nicht ohne Risiken ist. Die Irish Surfing Association hat einen sehr nützlichen Leitfaden für die Wintersurf-Sessions veröffentlicht. Hier findet ihr eine Zusammenfassung der Tipps! Viel Spass!!

__________________

Wir haben unsere Lieblings-Videos zum Kaltwasser-Wintersurfen auf unserem YouTube-Kanal zusammengestellt.

Haben wir dich neugierig gemacht? Dann interessiert dich vielleicht auch unser Post zum Schwimmen im Winter?

Wenn ihr coole Bilder euerer Erlebnisse beim Kaltwasser-Wintersurfen habt, dann teilt diese doch mit uns auf Facebook oder Instagram. Wir freuen uns darauf, von euch zu hören!